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Radio Orange Lab Teil 3+4: Community Radios in Senegal & USA

Episode · 03.08.2026 13:00 - 13:57

Diese beiden Beiträge zur Rolle der Community Radios gehen auf die Situation in Senegal und USA ein.

Studierende der Universität Wien untersuchen in fünf Beiträgen die Rolle der Community Radios international und der Rolle dieser Radios für verschiedene Communities in ihren Regionen und darüber hinaus. Was sind deren Funktionen, Programmstrukturen und gesellschaftliche Wirkung in unterschiedlichen Ländern? Dabei werden Community-Radio-Landschaften in ausgewählten Kontexten analysiert: Ungarn, Italien, Senegal, USA und Mexiko.

Teil 3 | SENEGAL: „Welt verwickelt: Community Radio im Senegal - Senden mit Stimme und Seele“

In dieser Folge werfen drei Sprecherinnen im Gespräch einen Blick auf das Community Radio Gabou FM im Senegal. Ausgehend von zentralen Fakten zur Philosophie, Gesellschaft, Religion und kulturellen Vielfalt des Landes wird deutlich, welche Bedeutung Medien in einem mehrsprachigen und jungen Land mit einer einzigartigen Geschichte haben. Am Beispiel von Gabou FM wird gezeigt, wie genau an dieser Schnittstelle lokale Radios entstehen und arbeiten, die nicht „von oben”, sondern von Menschen gesteuert werden, die dort leben, wo sie senden – freiwillig und ohne (großes) Budget.

Neben musikalischen Einblicken widmet sich die Folge auch sensiblen Themen wie weiblicher Genitalverstümmelung und beleuchtet, welche Rolle Aufklärung und öffentliche Diskussion dabei spielen. Durch Interviewausschnitte und persönliche Reflexionen entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie Radio als Medium Räume für Dialog eröffnet und gesellschaftliche Veränderung anstoßen kann. Eine Mischung aus Hintergrund, persönlichen Gedanken, Interviewausschnitten und Musik – und ein Einblick in ein Medium, das näher dran ist, als man denkt.

Gestaltung: Mara Simon, Lea Franzky, Carla Fetcas

Teil 4 | USA: „WBAI New York: Zwischen Radiogeschichte und Zukunftssorgen“

In diesem Beitrag beschäftigen sich Leandra Kreisser und Raphael Pichler mit dem New Yorker Community Radio WBAI, Teil der Pacifica Radio Foundation. In ihrem Beitrag arbeiten sie US-Radiogeschichte, diverse Komplikationen, Finanzierung des Radios und weiteres aus. Dafür haben die Studierenden zwei Interviews geführt: mit Jim Dingeman, einem Local Station Board Member von Pacifica und mit Bob Hennelly, dem General Manager von WBAI.

WBAI (99,5 FM) ist ein gänzlich hörerfinanziertes Community Radio, mit Lizenz für New York City, dessen Studios in Brooklyn liegen. Der Radiosender ist teil des womöglich ältesten Community Radio Netzwerks der Welt und wurde 1960 gegründet. WBAI entwickelte sich in den 1960er- und 1970er-Jahren zu einer bedeutenden Plattform für Stimmen der counter culture und des progressiven Lagers auf der Seite der Gewerkschaften. Dabei verzeichnete es damals wöchentlichen Hörerzahlen von bis zu einer halben Million. Nach dem Vietnamkrieg verzeichnete der Sender aber einen deutlichen Rückgang der Hörerschaft, wodurch er bis heute mit strukturellen Problemen rund um Finanzierung und Governance kämpft.

Gestaltung: Leandra Kreisser und Raphael Pichler

Radio Orange Audio-LAB in Kooperation des Instituts für Internationale Entwicklung an der Universität Wien.

Musikcredits:

  • Oriental Folk Song by Wayne Shorter
  • It’s All Over But the Crying by The Ink Spots
  • Snake Oil by Billy Woods
  • Without Me by Eminem
  • Hard Times In New York Town by Bob Dylan

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